Ärzte Zeitung online, 28.12.2009

Palliativnetz Bochum testet elektronische Patientenakte

KÖLN (iss). In einem Pilotprojekt testen Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte und Kliniken des Palliativnetzes Bochum die IT-gestützte Kommunikation in Palliativnetzen inklusive einer elektronischen Patientenakte für schwerst kranke Patienten. Das auf zwei Jahre angelegte gemeinsame Projekt des Palliativnetzes und der Ärztekammer Westfalen-Lippe wird vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium mit 200 000 Euro gefördert.

Im Netz komme modernste Technik zum Einsatz, um die Kommunikation und Dokumentation zu unterstützen, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Übergabe des Förderbescheids. "Wir sammeln aber nicht nur Erfahrungen beim Einsatz neuer Technologien in der palliativmedizinischen Versorgung. Darüber hinaus erwarte ich auch Empfehlungen für den Einsatz in anderen gesundheitlichen Handlungsfeldern." Von dem Projekt palliativcare.nrw verspricht sich der Minister eine bessere Versorgung und schmerzmedizinische Behandlung schwerstkranker und sterbender Menschen. Das Informationssystem könne auch dazu beitragen, unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden und die schnelle Verfügbarkeit von qualifizierten Ärzten im Notfall zu gewährleisten, sagte Laumann. Die elektronische Patientenakte bezeichnete er als wichtigen Baustein der Landesinitiative "eGesundheit.nrw".

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