Ärzte Zeitung, 07.07.2010

Wie halten Sie es mit den Investitionen?

Heute starten "Ärzte Zeitung" und Deutsche Bank eine große Leserumfrage. Es geht um die Bedeutung von Investitionen für Ihren Praxiserfolg. Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Wie halten Sie es mit den Investitionen?

NEU-ISENBURG (ger). Qualitätsmanagement, Online-Abrechnung, neue Ultraschallrichtlinie: Die Anforderungen an unternehmerische Praxisführung, medizinisch-technische Ausstattung und an Praxis-EDV steigen immer weiter. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen für Investitionen durch das niedrige Zinsniveau und gute Abschreibungsmöglichkeiten so günstig wie nie. Und doch: Die Praxisinvestitionen von niedergelassenen Ärzten sind zuletzt nicht gestiegen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung spricht gar von einem Investitionsstau von zwei Milliarden Euro in Arztpraxen.

Die Bedeutung von Investitionen für eine erfolgreiche Praxisführung hebt Caroline Roos, Leiterin Heilberufeberatung in der Deutschen Bank, hervor: "Ärzte, die zum Beispiel in Kooperationen oder moderne Geräte oder Praxisausstattung investieren und damit ihr Behandlungsspektrum erweitern, das Praxisambiente den Wunschpatienten anpassen oder Behandlungszeiten verkürzen, können sich im Wettbewerb oft besser behaupten."

Was hält Ärzte davon ab, in ihrer Praxis zu investieren? Wie sieht es bei Ihnen aus? Wo ist der Investitionsbedarf am höchsten? Wo und in welcher Größenordnung sehen Sie für Ihre Praxis konkreten Investitionsbedarf Wie planen Sie, die Investitionen zu finanzieren? Fühlen Sie sich gut über die verschiedenen Finanzierungsformen informiert? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen Ihrer Praxisführung in den kommenden Jahren? Zu diesen Themen möchten die "Ärzte Zeitung" und die Deutsche Bank Ihre Meinung wissen. Unsere große Leserumfrage zu Investitionen in Arztpraxen startet heute.

Ihre Meinung interessiert uns: Füllen Sie bitte den Fragebogen online unter www.aerztezeitung.de/extras/db/ aus und schicken Sie uns Ihre Antworten! Sie helfen uns damit, die Berichterstattung über dieses wichtige Thema der Praxisführung weiter zu vertiefen und noch stärker auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden. Und Sie gewinnen durch die Auswertung der Umfrage, die Anfang September beginnen wird, auch Erkenntnisse darüber, wie Ihre Kollegen das Thema Investitionen in der Praxis angehen.

Nehmen Sie sich bitte 5 Minuten Zeit und sagen Sie Ihre Meinung! Die Umfrage ist anonym. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Teilnahmeschluss ist der 25. Juli.

Zur Online-Umfrage: www.aerztezeitung.de/extras/db/

[23.07.2010, 19:27:42]
Hauke Gerlof 
Die Chancen liegen außerhalb der Budgets
Vielen Dank für die kritischen Kommentare zur Umfrage. Ich möchte an dieser Stelle zusammenfassend antworten. Wir glauben, dass die Welt für viele niedergelassene Ärzte, gerade für Hausärzte, genauso ist, wie Sie es in Ihren Kommentaren beschreiben. Das Budget lässt praktisch keine Luft zum Atmen, an Investitionen ist schon aus Rentabilitsgründen kaum zu denken.
Aber das ist, wenn man sich den Markt anschaut, nur die eine Seite der Medaille. Es gibt eben auch niedergelassene Ärzte, die gerade jetzt ins Risiko gehen, Zweigpraxen gründen, Apparategemeinschaften aufmachen, in überörtliche Gemeinschaftspraxen gehen, Praxisnetze aufbauen, Ärztezentren aufbauen - eben um diesen Restriktionen der Budgets zu entgehen. Wer genau hinschaut - auf dem Land ebenso wie in den Städten - sieht die Geschwindigkeit der Veränderung, wenigstens an einigen Stellen.
Ohne Investitionen sind derartige Versuche von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Deswegen glauben wir auch nicht, dass die Umfrage am Thema vorbei geht, sondern dass die Antworten der Leser einen echten Einblick geben, welche Wege Ärzte gehen können, wenn sie sich aus der Misere befreien.

Herzlich
Ihr Hauke Gerlof
Ressortleiter Wirtschaft
Ärzte Zeitung
Springer Medizin  zum Beitrag »
[14.07.2010, 19:44:27]
siegfried ries 
Praxisinvestitionen?
Möchte mich im wesentlichen den Vorkommentatoren anschließen. Für kleinere u. mittlere Einzelpraxen geht es nicht mehr um die Frage von Praxisinvestitionen, sondern ums nackte Überleben!
Bereits vor 2 Jahren ging es bei der Vollversammlung d. bayerischen Hausärzte
in Nürnberg um den Ausstieg aus dem Kollektivvertragssystem, am 21.7.10 nun die Neu-Auflage dieser Entscheidungsfrage. Gesetzlich verankerte Hausarzt-Verträge werden von Rösler u. Co einfach wieder storniert! Was ist das für eine Gesetzgebung und was ist das für eine Politik?
Nur weiter so und die letzte Hausarzt-Praxis wird in Deutschland demnächst vernichtet sein - vor allem zum Leidwesen unserer chronisch kranken u. alten Patienten, die dringend auf uns Hausärzte angewiesen sind. Hausärztlicher Nachwuchs unter diesen Rahmenbedingungen in weiter Ferne! Was ist nur aus
unserem ehemals weltweit besten Gesundheitssystem durch Unfähigkeit der Politik geworden? Armes Deutschland, wären nur deine Politiker endlich mal
ehrlicher gegenüber uns Bürgern. Unsere Hoffnung stirbt zuletzt!

S.Ries, FA für Allgemeinmedizin

 zum Beitrag »
[08.07.2010, 20:55:34]
Dr. Bernd Strube 
Dieser Fragebogen ist eine reine Verhöhnung!
- und warscheinlich inzwischen bewusste mediale Verkennung der Wirklichkeit!
Mit 19 Euro RLV pro gesetzlich Versicherten für die Praxis bleiben für den Arzt, sehr nett gerechnet, grad mal 1-2 Euro für drei Monate.
Wieviel Arzt gibt es denn für statistisch 1,5 Euro?
Ich schätze mal zwischen 10-20 Sekunden. Dann ist das Geld alle.
Was kann ich in diesen max. 20 Sekunden ärtzlich tun?
Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten.
Und, ich muss ja von diesen max. 20 Sekunden pro gesetzlich Versicherten ja nochmal mindestens 50% (=10 Sekunden) abziehen, die ich als Rücklage für die geplante Investition brauche... .
Von einer "Ärzte-Zeitung" fordere ich deutlich mehr Realitätsnähe und nicht einen Kaiser-Geburtstag-Schmarren.
Vielleicht war der Fragebogen auch nur so zum Spass gemacht. Wer weis das schon? zum Beitrag »
[08.07.2010, 13:58:13]
Dr. Edgar Remmel 
Völlig am Thema vorbei
ist Ihr Fragebogen.
Das Bild dasgezeichnet werden kann durch die Auswahl der Fragen geht völlig an der Fragestellung der niedergelassenen Ärzte vorbei.
Was nützt eine Positionierung im Wettbewerb bei Budgets?
Wozu eine höhere Patientenbindung bei absehbaren oder realem Ärztemangel ?

Oder beide Fragen anders:
Warum ein größeres Angebot wenn das Honorar doch gleich bleibt und sich an politischen entscheidungen orientiert und nicht an der Leistung?

Warum noch mehr Patienten anlocken wenn man so abgestaffelt wird, das Problem ist doch eher umgekehrt , den grossen Anteil der defizitätren Patienten anders steuern ?

Falsche Formulare geben falsche Antworten, geben falsche Charts, geben falsche Entscheidungen. zum Beitrag »

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