Ärzte Zeitung online, 11.08.2010

Sozialverband verlangt einheitlichen Mindestlohn von 8,50 Euro

BERLIN (dpa). Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze sowie die Abschaffung des Niedriglohnsektors gefordert. Verbandspräsident Adolf Bauer sagte am Mittwoch in Berlin, bei niedrigen Löhnen und prekären Beschäftigungsverhältnissen sei Altersarmut programmiert. Der Verband verlangt auch einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.

Ursula Engelen-Kefer, Vorsitzende des Arbeitskreises Sozialversicherung im Verband, beklagte die "wahnsinnige Ausdehnung" des Niedriglohnsektors in den vergangenen Jahren. "Diese Schleusen müssen dringend wieder zugemacht werden", sagte sie. Leiharbeit sowie befristete und geringfügige Jobs würden von den Arbeitgebern zunehmend missbraucht und führten zu Milliardeneinbußen in den Sozialkassen.

   Darüber hinaus will der Verband mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger - nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, sagte Engelen-Kefer. Gefordert sei auch eine regelmäßige Erhöhung der Sätze auf Grundlage der Preisentwicklung. Überlegungen, bestimmte Hartz-IV-Leistungen für Kinder in Form von Gutscheinen auszugeben, lehnte Verbandschef Bauer ab. Dies sei diskriminierend.

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