Ärzte Zeitung online, 31.08.2010

Hessen: Vertreterversammlung lehnt neue Kodierrichtlinien ab

FRANKFURT/MAIN (reh). Die ab Januar 2011 geltenden neuen Kodierrichtlinien für Vertragsärzte sollen in Hessen nicht eingeführt werden. Das habe die Vertreterversammlung der KV Hessen (KVH) am vergangenen Wochenende entschieden, meldet die KVH.

Erste Erfahrungen aus Bayern, wo die neuen Richtlinien gerade von Ärzten und Psychotherapeuten getestet werden, hätten eindeutig gezeigt, dass die neuen Kodierrichtlinien sowohl im haus- als auch im fachärztlichen Alltag nicht praktikabel sind und nur noch mehr Bürokratie verursachen, so die Begründung der VV. "Wir ersticken bereits jetzt im Bürokratie-Chaos und verspüren keinerlei Bedürfnis nach weiteren Hausaufgaben", heißt es daher in dem Antrag der VV. Der - so die KVH - mit überwältigender Mehrheit angenommenen worden sei.

Außerdem wäre mit dem Mehraufwand, der durch die neue Diagnosekodierung in einer Praxis entsteht, das magere Honorarplus in Hessen sofort wieder dahin. "Diesen existenziellen Angriff auf die Ärzte- und Psychotherapeutenschaft machen wir nicht mit", seien sich die VV-Mitglieder der KVH fachübergreifend einig gewesen.

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