Ärzte Zeitung online, 06.09.2010

Einzelpraxis bei Ärzten immer noch Existenzgründungsform Nr. 1

DÜSSELDORF (ava). Die eigene Praxis ist unter Ärzten immer noch die beliebteste Form, sich selbstständig zu machen. Das belegt die Existenzgründungsanalyse für Ärzte 2008/2009" der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI).

Einzelpraxis bei Ärzten immer noch Existenzgründungsform Nr. 1

Endlich die eigene Praxis! Viele Ärzte setzen bei der Niederlassung immer noch auf eine Einzelpraxis.

© Udo Kroener / fotolia.com

Gleichzeitig ist zu erkennen, dass insbesondere in den alten Bundesländern immer mehr Ärzte Kooperationen eingehen.

In der Existenzgründunganalyse haben apoBank und ZI unter anderem auch das Finanzierungsvolumen für neu gegründete Praxen untersucht. Hausärzte in den alten Bundesländern zum Beispiel haben für eine Neugründung durchschnittlich 124 000 Euro aufgenommen. In den neuen Bundesländern lagen die Finanzierungsvolumina dagegen bei 98 000 Euro. Hausärzte, die eine Praxis übernahmen, mussten in den alten Bundesländern 162 000 Euro ansetzen. In den neuen Bundesländern waren es 108 000 Euro.

Neben Gründungsart und Kosten gibt die Analyse Aufschluss darüber, welche Lagen für Existenzgründer am attraktivsten sind: In den alten Bundesländern wurden die meisten Praxen in großstädtischer Lage gegründet - in den neuen Bundesländern in mittelstädtischer Lage. Bezogen auf die Altersstruktur ist erkennbar, dass die Ärzte sich in den neuen Bundesländern tendenziell früher selbstständig machen als in den alten Bundesländern.

Darüber hinaus setzt sich unter den Ärzten der Trend fort, dass immer mehr Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. In den alten Bundesländern waren 39,7 Prozent der Existenzgründer weiblich; in den neuen Bundesländern waren es gar 58,1 Prozent.

Die Datenbasis der "Existenzgründungsanalyse für Ärzte 2008/2009" bilden etwa 3700 Finanzierungen ärztlicher Existenzgründungen durch die apoBank. Die Daten wurden anonymisiert und dann gemeinsam von apoBank und ZI ausgewertet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »