Ärzte Zeitung, 16.09.2010

Kommentar

Praxis-EDV: Spreu oder Weizen?

Von Hauke Gerlof

Ohne ihre Praxis-EDV wären Vertragsärzte schon lange völlig aufgeschmissen. Die zunehmenden bürokratischen Anforderungen an die Praxisverwaltung wären ohne Hilfe der Programme überhaupt nicht mehr zu bewältigen. Das ist unbestritten.

Doch das Veränderungstempo nimmt rasant zu: Datenschutz in der Arztpraxis bei Online-Abrechnung, im Praxisalltag handhabbare Lösungen für Selektivverträge, zunehmende Anforderungen an die Dokumentation, Kodierrichtlinien - die Programmierer in den Softwarehäusern haben derzeit wirklich alle Hände voll zu tun.

Für Vertragsarztpraxen ist eine saubere Umsetzung der neuen Anfoderungen überlebenswichtig. Die Veränderungsgeschwindigkeit der modernen Praxiswelt mag manchem Arzt unheimlich sein, vielleicht zu Recht. Doch unabhängig von der eigenen Skepsis: Auf das Hilfsmittel Praxissoftware muss Verlass sein.

Es mag sein, dass sich aufgrund der steigenden Anforderungen jetzt bei den Anbietern die Spreu vom Weizen trennt. Genau darauf sollten Ärzte jetzt achten und anwenderfreundliche Lösungen für die Probleme einfordern. Die Softwarewartung ist teuer genug.

Lesen Sie dazu auch:
Schutz von Patientendaten - der Weg ist das Ziel

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bis später, Baby!

Mit Social Freezing, dem vorsorglichen Einfrieren unbefruchteter Eizellen, lässt sich die biologische Uhr der Frau anhalten. Eine Baby-Garantie ist die Methode allerdings nicht. mehr »

EBM-Ziffern für die Videosprechstunde stehen

Noch vor Ablauf der Frist aus dem E-Health-Gesetz können Vertragsärzte zwei neue EBM-Ziffern für Videokontakte abrechnen – allerdings nur für sechs Indikationen. mehr »

Mediziner klärt Alkohol-Mythen auf

Bier auf Wein, das lass‘ sein. Was ist dran an den Volksweisheiten über Alkoholgenuss? Ein paar Nachfragen zur Karnevalszeit. mehr »