Ärzte Zeitung online, 05.11.2010

Ärzte misstrauen Fehlermeldesystemen

HAMBURG (eb). Ärzte stehen Fehlermeldesystem offenbar eher misstrauisch gegenüber. Am ehesten vertrauen sie CIRS-Systemen, die von universitären Trägern betrieben werden, teilte die "Stiftung Gesundheit" am Donnerstag in Hamburg mit.

Nach den Universitäten kämen Träger von nicht-kommerziellen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen, resümiert die Stiftung in ihrer Studie "Qualitätsmanagement und Patientensicherheit in der ärztlichen Praxis 2010".

Alle potenziellen Träger, darunter auch die Kassenärztlichen Vereinigungen, erhielten demnach gerundet jeweils 3 Punkte auf einer Skala von eins (starkes Vertrauen) bis fünf (starkes Misstrauen).

Die KVen, die gemeinsam mit der Bundesärztekammer das Fehlermeldesystem "CIRSmedical" betreiben, liegen mit 3,5 Punkten im Mittelfeld, schreibt die Stiftung. Am stärksten sei das Misstrauen der Befragten bei System von staatlichen Institutionen (3,9) und kommerziellen Einrichtungen (4,4).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »