Ärzte Zeitung, 04.02.2011

Abrechnungsbetrug: Steckten Arzt und Privatpatient unter einer Decke?

SAARBRÜCKEN (kud). Ein Allgemeinmediziner im Saarland soll gemeinsam mit Privatversicherten Krankenkassen und die Beihilfe um rund 10.000 Euro betrogen haben.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie in mindestens 20 Verdachtsfällen ermittelt. Das Pikante: Bei zwei Patienten handelt es sich offenbar um einen aktiven und einen pensionierten Finanzbeamten.

Der Arzt war vor Kurzem festgenommen worden. Ursprünglich wurde nur Steuerhinterziehung vermutet. Bei einer Durchsuchungsaktion fanden sich aber offenbar Hinweise auf Abrechnungsbetrug.

Dabei besteht der Verdacht, dass entweder Rechnungen für fiktive Leistungen oder überhöhte Rechnungen ausgestellt wurden. Den Vorteil sollen sich Arzt und Patienten geteilt haben.

Das Finanzministerium leitete gegen den Beamten ein Disziplinarverfahren ein. Dem Vernehmen nach hat er ein Teilgeständnis abgelegt. Der niedergelassene Mediziner befindet sich in Untersuchungshaft.

Wegen Immobilienbesitzes im Ausland wird Flucht- und Verdunkelungsgefahr angenommen. Bei einer Verurteilung droht dem Arzt eine mehrjährige Haftstrafe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »