Ärzte Zeitung online, 25.07.2011

Selbstbehalte überzeugen Privatpatienten

KÖLN (akr). Die Nürnberger UniVersa Krankenversicherung bringt im August einen neuen Tarif auf den Markt, mit dem Kunden künftige Beitragssteigerungen abfedern können. Prämienzahlungen für diesen Tarif sind aufgrund des Bürgerentlastungsgesetzes besser steuerlich absetzbar.

Im vergangenen Jahr konnte der nach eigenen Angaben älteste private Krankenversicherer in Deutschland die Zahl der Vollversicherten um 0,9 Prozent auf 142.274 steigern. Im Vorjahr hatte der Zuwachs 1,5 Prozent betragen.

Die gesamte Branche hat 2010 nur halb so viele neue Kunden gewinnen können wie im Vorjahr. Verantwortlich dafür war ein Sondereffekt im Jahr 2009.

Die Prämieneinnahmen der UniVersa Krankenversicherung legten 2010 um 5,4 Prozent auf 491,9 Millionen Euro zu, im Vorjahr waren sie um 5,3 Prozent gestiegen. Dagegen sind die Aufwendungen für Versicherungsfälle nur um 2,1 Prozent auf 254, 1 Millionen Euro geklettert, nach einer Steigerung von 4,7 Prozent im Vorjahr.

"Die moderate Steigerung geht auf die höhere Bereitschaft der Kunden zurück, Selbstbehalttarife für den ambulanten Bereich zu vereinbaren", sagt Sprecher Stefan Taschner.

Dies sei ein Resultat des offensiv von dem Versicherungsverein angebotenen Tarifwechselrecht. Kunden könnten unter mehr als 200 Tarifalternativen wählen. Weil sie wüssten, dass sie auf Wunsch den Selbstbehaltstarif verlassen können, seien Kunden eher bereit, ihn zu wählen, erkärt er.

Die Verwaltungskostenquote der UniVersa Kranken sank 2010 um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. "Wir haben stark in die IT investiert, das sind die Früchte davon", sagt der Sprecher.

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