Ärzte Zeitung, 04.09.2011

Im Netz gezielt zum passenden Arzt?

Die Online-Arztsuche von AOK, BARMER GEK und Weisse Liste soll Patienten helfen, einen Arzt zu finden. Aber wie können Ärzte profitieren? Am Mittwoch können Leser der "Ärzte Zeitung" Experten am Telefon fragen.

Im Netz gezielt zum passenden Arzt?

Grundlage der Online-Arztsuche von AOK, BARMER GEK und Weisse Liste ist eine wissenschaftlich fundierte Befragung.

© ill

BERLIN (sun). Ein Umzug in eine neue Stadt oder der letzte Facharztbesuch liegt schon etwas zurück: Patienten stellen sich aus verschiedenen Gründen - etwa sechs Millionen Mal im Jahr - die Frage: "Wie finde ich einen guten Arzt?"

Viele werfen dafür einen Blick ins Internet: Eine gemeinsame Plattform von AOK, BARMER GEK und dem Projekt Weisse Liste im Internet will diese Frage konkret beantworten. Die Initiatoren haben dafür die Online-Arztsuche entwickelt. Grundlage ist eine wissenschaftliche Befragung.

Welche Ziele verfolgen die Initiatoren mit dem Portal? Was kann ein Patient genau nach einem Arztbesuch beurteilen? Welche Fragen werden den Versicherten gestellt? Nach welchen Kriterien wurden diese ausgewählt? Und warum läuft die Befragung anonym? Wie wird Schmähkritik ausgeschlossen?

Derzeit haben 30 Millionen Versicherte der beteiligten Kassen die Möglichkeit, über die Online-Arztsuche an der Befragung teilzunehmen. AOK und BARMER GEK rufen ihre Mitglieder aktiv - zum Beispiel in ihren Mitgliederzeitschriften - zur Teilnahme auf. Dadurch wollen die Kassen die Häufigkeit von Affekt- oder Extrembewertungen von sehr unzufriedenen oder zufriedenen Patienten verringern.

Anmelden dürfen sich Versicherten der AOK und BARMER GEK ab 15 Jahren. Aber aus welchem Grund können nur Versicherte der beteiligten Krankenkassen teilnehmen? Werden sich künftig auch weitere Kassen an dem Projekt beteiligen?

Über die Online-Arztsuche lassen sich nur niedergelassene Ärzte bewerten, die regelmäßig in persönlichem Kontakt mit ihren Patienten stehen. Ausgenommen sind etwa Laborärzte, da diese lediglich in äußerst seltenen Fällen direkten Kontakt zu den Patienten haben.

Bewertet werden damit niedergelassene Ärzte vieler Fachgruppen. Doch gibt es je nach Fachgruppe teilweise unterschiedliche Kriterien, die Patienten wichtig sind. Sind die Fragebögen speziell auf bestimmte Fachgruppen zugeschnitten?

Die Telefonaktion der "Ärzte Zeitung" bietet auf diese und weitere Fragen am Mittwoch Antworten. Drei Experten stehen von 14 bis 16 Uhr für Fragen zur Verfügung.

Die Online-Arztsuche ist über folgende Startseiten erreichbar:
www.aok-arztnavi.de, http://arztnavi.barmer-gek.de oder www.weisse-liste.de/arzt.

Die "Ärzte Zeitung" berichtet über die Online-Arztsuche als Medienpartner der AOK, BARMER GEK und des Projekts Weisse Liste.

Und so erreichen Sie die Experten

Drei Experten zum Thema Online-Arztsuche stehen am Mittwoch, 7. September, Lesern der "Ärzte Zeitung" für Fragen zum Projekt der AOK, BARMER GEK und der Weissen Liste zur Verfügung:

Kai Kolpatzik vom AOK-Bundesverband, Dr. Christian Graf von der BARMER GEK und Stefanie Hennig von der Weissen Liste.

Die Telefone sind zwischen 14 und 16 Uhr freigeschaltet. Rufen Sie an!

Stefanie Hennig

Telefonaktion: Arzt und Patient im Netz

© Bertelsmann

Projektleiterin Arztsuche "Weisse Liste" bei der Bertelsmann Stiftung, Telefon: 0 61 02 / 506-185

Kai Kolpatzik

Telefonaktion: Arzt und Patient im Netz

© AOK

Arzt und Projektleiter für den Arztnavigator beim AOK-Bundesverband, Telefon: 0 61 02 /506-181

Dr. Christian Graf

Telefonaktion: Arzt und Patient im Netz

© Barmer GEK

Projektleiter für das Arztnavi bei der BARMER GEK, Telefon: 0 61 02 / 506-183

 

[04.09.2011, 15:05:32]
Alexander Ganske 
AOK-Arztnavi ein Riesen-Flop
In unserem Ort (Großstadt über 100000 EW) haben noch nicht einmal 10 % der Hausärzte eine einzige!! Bewertung, da erst ab 10 Bewertungen eine Veröffentlichung online stattfindet, dauert es rechnerisch bis zum Jahr 2039 bis alle örtlichen Hausärzte im Arztnavi erscheinen. Was für ein Riesen-Flop! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »