Ärzte Zeitung, 06.02.2012

Ärzte müssen auch bei Kollegen Risikoklärung leisten

BRAUNSCHWEIG (maw). Ärzte müssen auch Kollegen umfassend über die spezifischen Risiken aufklären, wenn sie sie als Patienten behandeln. Darauf weist der Lübecker Verein der Medizinrechtsanwälte mit Blick auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Braunschweig hin.

Die Aufklärungspflicht entfällt nach Angaben der Medizinrechtsanwälte nur, wenn Patienten aufgrund ihres Vorwissens ein ausreichend genaues Bild von den Risiken einer Behandlung hätten, zum Beispiel aufgrund einer Facharztqualifikation im betreffenden Bereich.

Im konkreten Fall hatte ein Orthopäde einen Pädiater nicht über die Risiken einer Epiduralanalgesie aufgeklärt - was die Richter monierten. Der Patient erlitt eine Spondylodiszitis und Arachnoiditis und ist seither berufsunfähig.

Az.: 1 U 29/09

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »