Ärzte Zeitung, 18.04.2013

Leitartikel

Riskanter Wunsch nach schnellen Daten

Internet und die neuen Medien machen es möglich: Auch im Gesundheitswesen sind Daten immer schneller verfügbar. Dabei wird eine wichtige Komponente gerne vergessen: der Datenschutz. Besonders Arztpraxen könnte dies böse aufstoßen.

Von Rebekka Höhl

072a0201-A.jpg

Praxen müssen sich absichern, wer Zugriff auf Patientendaten hat.

© Dustin Lyson / fotolia.com

E-Mail-Spionage bei Gesundheitsminister Bahr, 300.000 Patientendaten bei Kreiskrankenhaus geklaut ... - es sind die großen Datenpannen und -lecks, die das Thema Datenschutz immer wieder einmal ins Bewusstsein der Akteure im Gesundheitswesen zurückrufen. Und das gilt leider auch für viele Arztpraxen. Im Zeitalter der schönen neuen Datenwelt und ihrer Möglichkeiten, aber auch der ganz neu auftretenden Daten-Begehrlichkeiten ein Fehler, der insbesondere Ärzte teuer zu stehen kommen kann.

In der alten analogen Welt war es noch recht einfach: Dokumentationspflichten gab es für Ärzte auch. Doch die Daten lagen auf gedrucktem Papier in abschließbaren Aktenschränken in der Praxis. Abrechnungsdaten oder Briefe mit Patienteninformationen an Arztkollegen gingen per Post raus. Hier konnten die Praxen zumindest darauf vertrauen, dass die Post ihrer Pflicht zum Brief- und Postgeheimnis nachkommt. Zumal eine Verletzung strafrechtlich geahndet werden kann. Datenschutzvergehen lagen eher darin, dass die Praxis am Empfang Patientenakten offen einsehbar liegen ließ.

In der neuen Datenwelt, in der kaum eine Praxis mehr ohne elektronische Patientenakten aber eben auch kaum mehr ohne Internetzugang auskommt, wird Datenschutz plötzlich komplizierter. In Wiesbaden beschäftigte sich bei der Fachtagung "Datenschutz in der Medizin - Update 2013" unter der Schirmherrschaft der KV Hessen gerade erst eine Reihe von Datenschutzbeauftragten und Juristen mit den Schwachstellen und Risiken in und für Praxen. Dabei brachte es die Düsseldorfer Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz, Astrid Luedtke, auf den Punkt ...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

[21.04.2013, 09:56:48]
Dipl.-Med Miroslaw Wyszynski 
Unverschämte Methode
Den Text über Datenschutz auf eine andere App-Ebene zu übertragen ist halt eine Schweinerei.Den Text kann ich nicht weiter lesen. Danke Ärtezeitung samt Springer Verlag. Das ist wie im Kindergarten, halt Versteckspiel also unter der Würde. Das so ein Verlag erlaubt sich so ein Schwachsinn. Kein Verständnis oder ich verstehe die Welt nicht mehr. zum Beitrag »
[19.04.2013, 15:05:52]
Burkhardt Winkler 
Unglaublich
Ist die Ärztezeitung inzwischen von allen guten Geistern verlassen, einen interessanten Artikel nach der Hälfte nur noch Applenutzern zugänglich zu machen ???? zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »