Ärzte Zeitung online, 02.10.2008

Bundessozialgericht entscheidet heute zu Entschädigung für Schluckimpfung

KASSEL (dpa). Ob Opfern einer Schluckimpfung gegen Kinderlähmung eine Entschädigung zusteht, entscheiden heute um 12.00 Uhr die Richter des Bundessozialgerichts. Grundsätzlich haftet der Staat, wenn nach einer von den Behörden empfohlenen Immunisierung gesundheitliche Schäden zurückbleiben.

Im vorliegenden Fall hatte sich ein damals 20 Jahre alter Mann im Dezember 1998 mit Lebendviren immunisieren lassen - seit März 1998 war diese Methode jedoch nicht mehr vom Robert-Koch-Institut empfohlen worden. Der Kläger argumentiert hingegen mit dem "Rechtsschein": Das Mittel war nicht nur jahrelang empfohlen, sondern auch mit dem Slogan "Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam" beworben worden.

Topics
Schlagworte
Recht (11957)
Impfen (4089)
Krankheiten
Impfen (3268)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »