Ärzte Zeitung online, 16.10.2008

Streit um Affenversuche in Bremen - Antrag nicht genehmigt

BREMEN (dpa). Die Bremer Gesundheitsbehörde hat die Fortsetzung der Tierversuche mit Affen am Institut für Hirnforschung nicht genehmigt. Der Antrag der Universität Bremen werde abgelehnt, weil die Versuche ethisch nicht vertretbar seien, teilte der rot-grüne Senat mit.

   Die Universität hatte ankündigt, sich notfalls durch alle Instanzen zu klagen, um die Fortführung zu erzwingen (wir berichteten). Sie hat einen Monat Zeit, gegen die Entscheidung Widerspruch einzulegen. Die Experimente laufen seit 1998, die Genehmigung läuft Ende November aus. Nach Angaben der Forscher sind die Erkenntnisse aus Affenversuchen für die Heilung kranker Menschen von großer Bedeutung.

Topics
Schlagworte
Recht (11722)
Panorama (30156)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »