Ärzte Zeitung online, 17.10.2008

Selbstmord der Frau vorgetäuscht - Ex-Gerichtsmediziner verurteilt

STRAßBURG (dpa). Neun Jahre nach dem Mord an seiner Ehefrau ist ein ehemaliger Gerichtsmediziner aus dem Elsass zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt worden. Der 52-Jährige hatte laut Urteil 1999 seine 42 Jahre alte Frau im Keller des gemeinsamen Hauses in Ingwiller mit einem Revolver erschossen und einen Selbstmord vorgetäuscht, wie ein Sprecher des Gerichts am Freitag in Straßburg mitteilte. Der Mann leugnete die Tat.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft nutzte der Täter seine medizinisches Wissen, um das Verbrechen als Selbstmord zu tarnen. Der Mediziner will die Leiche seiner Frau nach eigener Aussage in der Garage des Familienhauses entdeckt haben. Neben ihr fand die Polizei einen Revolver. Zunächst gingen die Ermittlungsbeamten von einem Selbstmord aus.

Doch die Familie des Opfers ließ nicht locker und erreichte vor acht Jahren eine Wiederaufnahme der Ermittlungen. Schwer wog vor Gericht, dass auf der Waffe keine Fingerabdrücke der Frau und an ihren Händen auch keine Pulverspuren gefunden wurden.

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