Ärzte Zeitung online, 27.10.2008

Raucher gehen jetzt seltener in Kneipen - Nichtraucher dafür öfter

NÜRNBERG (dpa). Seit Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie gehen Raucher einer Studie zufolge seltener in Kneipen, Diskotheken, Gaststätten und Cafés. Nichtraucher sind dagegen häufiger zu Gast in qualmfreien Kneipen und Bars, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK aus Nürnberg unter 2000 Menschen ergab.

Seit das Rauchverbot deutschlandweit in Kraft ist, besuchen nach Angaben vom Montag 53 Prozent der Raucher Kneipen viel seltener als früher, bei den Diskotheken sind es 34 Prozent. Andererseits würden fast ebenso viele Raucher häufiger in sogenannte Raucherclubs gehen.

Bei den Nichtrauchern wiederum seien neun Prozent jetzt häufiger in rauchfreien Kneipen und Bars als 2007. Die Mehrzahl der Nichtraucher - 80 Prozent - habe ihre Gewohnheiten, was den Besuch von Gaststätten, Kneipen, Cafés und Bierzelten angeht, im Vergleich zum Vorjahr allerdings nicht verändert, hieß es.

Nach Angaben der Marktforscher geben vor allem Nichtraucher und ehemalige Raucher in diesem Jahr nach eigener Einschätzung eher mehr Geld für den Besuch in Kneipen, Gaststätten und Cafés aus. Raucher hätten indes ihre Ausgaben in der Gastronomie im Vergleich zum vergangenen Jahr gedrosselt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »