Ärzte Zeitung online, 13.11.2008

Bundesweite Durchsuchungsaktion wegen Abrechnungsbetrugs bei Ärzten

AUGSBURG (dpa/eb). Wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug sind am Donnerstag bundesweit mehrere medizinische Labors und Privatwohnungen durchsucht worden.

In einem umfangreichen Verfahren werde gegenwärtig gegen 23 Ärzte wegen Abrechnungsbetrug im Zusammenhang mit ärztlichen Laborleistungen und Vorenthaltens von Abeitsentgelt ermittelt, teilten die Staatsanwalteschaft Augsburg, das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) und das Hauptzollamt Augsburg mit.

Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen 23 Ärzte in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein- Westfalen, Sachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Sie werden verdächtigt, Laboruntersuchungen von privaten und gesetzlichen Krankenkassenpatienten falsch abgerechnet zu haben. Zudem bestehe der Verdacht, dass einige Laborärzte als Scheinselbstständige beschäftigt waren und Sozialabgaben nicht abgeführt wurden. An der Aktion in den acht Bundesländern waren die Staatsanwaltschaft Augsburg, das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) und das Hauptzollamt Augsburg beteiligt. Der Abschluss der Ermittlungen ist nach Angaben der Augsburger Staatsanwaltschaft nicht absehbar. Deshalb könnten über Inhalt und Stand des Verfahrens aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

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