Ärzte Zeitung online, 19.11.2008

Keine Zulassung, aber fehlerfrei - "Falsche" Ärztin vor Gericht

HAMBURG (dpa). Jahrelang soll sie Patienten in einer Hamburger Kinderklinik behandelt haben, ohne ihre Arztausbildung abgeschlossen zu haben: Heute (Mittwoch) muss sich die 34-Jährige wegen Urkundenfälschung, Betrug und Missbrauch von Berufsbezeichnungen vor einem Amtsgericht der Hansestadt verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, sich im März 2003 mit gefälschten Zeugnissen und Urkunden als Ärztin im Praktikum und ein Jahr später als Assistenzärztin am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) beworben haben (wie berichtet). Nach Klinikangaben arbeitete sie fehlerfrei. Für den Prozess ist ein Verhandlungstag angesetzt.Prozess gegen falsche Kinder-Ärztin beginnt mit Geständnis

Update 19. November 12 Uhr

Mit einem Geständnis der Angeklagten hat der Prozess gegen eine angebliche Hamburger Kinderärztin begonnen, die ohne abgeschlossene Ausbildung jahrelang an einer Kinderklinik gearbeitet hat. "Es war ein großer, ein sehr schwerer Fehler", sagte die 34-Jährige am Mittwoch vor einem Amtsgericht der Hansestadt.

Sie habe sich nach dem Scheitern ihres Medizinstudiums aus Leistungsdruck und Liebe zum Arztberuf in eine "Welt der Selbsttäuschung" geflüchtet. Laut Anklage hatte sich die Frau mit gefälschten Urkunden an der Universitätsklinik Eppendorf beworben. Sie soll dort fehlerfrei gearbeitet haben, bis der Betrug aufflog.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »