Ärzte Zeitung, 03.12.2008

Haftstrafe für Arzt wegen Abrechnungsbetrug

FRANKFURT/MAIN (eb). Wegen Abrechnungsbetrugs in großem Umfang hat das Frankfurter Landgericht einen Arzt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das berichtet die FAZ. Der 65-Jährige habe zwischen 2000 und 2004 in mehr als tausend Fällen Rezepte gefälscht und Behandlungen abgerechnet, die er nicht vorgenommen hatte. Außerdem machte er für sich selbst erfundene Krankheitskosten geltend.

Den Krankenkassen entstand ein Schaden von mehr als 200 000 Euro.Laut FAZ hat der ehemalige Allgemeinmediziner auf Anraten seines Verteidigers ein strafminderndes Geständnis abgelegt. Der Arzt, der zunächst ein bürgerliches Leben ohne Konflikte mit Polizei oder Justiz geführt hatte, war dem Bericht zufolge vor acht Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Seine Ehefrau, die sich um Buchhaltung und Rechnungswesen der Praxis kümmerte, verfiel dem Alkohol und konnte ihre Aufgaben nicht mehr bewältigen. Da begann der Mediziner mit den Betrügereien.

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