Ärzte Zeitung online, 07.01.2009

Schweizer Schule in Madrid muss gemobbten Schüler entschädigen

MADRID (dpa). Die Schweizer Schule in Madrid muss der Familie eines Schülers, der von Klassenkameraden gemobbt worden war, eine Entschädigung von 30 000 Euro zahlen. Dies entschied ein Gericht der spanischen Hauptstadt in einem Berufungsprozess. Die Richter gaben einer Klage der Familie des Schülers statt und hoben den Freispruch der Schule aus der ersten Instanz auf.

Wie ein Anwalt der Familie am Mittwoch mitteilte, ist der Betrag die höchste Entschädigungssumme, zu der eine Schule in Spanien in einem Mobbing-Verfahren verurteilt wurde. Die Schule muss außerdem die Prozesskosten tragen. Das Gericht sah es nach dem Urteil als erwiesen an, dass der betroffene Schüler im Alter von damals zehn Jahren über einen längeren Zeitraum von Mitschülern gehänselt, schikaniert und geschlagen wurde. Es machte die Schule und deren Lehrer dafür mitverantwortlich, dass dem Mobbing nicht Einhalt geboten wurde.

Topics
Schlagworte
Recht (11719)
Schule (635)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »