Ärzte Zeitung online, 20.01.2009

Klinikarzt soll Mädchen missbraucht haben

AMBERG (dpa). Gegen einen ehemaligen Oberarzt aus Amberg in Ostbayern ist wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 13 Fällen Anklage erhoben worden. Währenddessen hat das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ein Berufsverbot gegen einen niedergelassenen Arzt bestätigt. Er soll eine Patientin im Notdienst sexuell missbraucht haben.

Ostbayern: Zwei der Übergriffe des Klinikarztes auf die Mädchen würden als schwere Fälle eingestuft, bestätigte der Leitende Amberger Oberstaatsanwalt Walter Leupold einem Bericht der Zeitung "Der neue Tag" (Weiden) zufolge. Der Mediziner soll sich an den Mädchen in seinem Büro im Amberger Klinikum und an anderen Orten vergangen haben. Nach Angaben von Leupold soll der Anästhesist etwa zehn Kinder missbraucht haben. Der 49-Jährige sitzt seit dem vergangenen Sommer in Untersuchungshaft. Das Krankenhaus hatte ihm wegen der Vorwürfe gekündigt.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg (OVG) gab indes am Dienstag in einer Entscheidung bekannt, dass Ärzte ihren Beruf nicht länger ausüben dürfen, wenn sie Patientinnen sexuell belästigen. Der wegen Vergewaltigung angeklagte niedergelassene Arzt soll eine Patientin im Notdienst sexuell missbraucht haben. Obwohl er im Mai 2007 nur wegen tätlicher Beleidigung verurteilt wurde, verhängte die Approbationsbehörde ein Berufsverbot gegen ihn. Seine Klage dagegen vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg blieb erfolglos. Die Lüneburger Richter lehnten jetzt einen Antrag auf Berufung ab

Az.: 8 LA 88/08

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »