Ärzte Zeitung online, 30.01.2009

Streit um Behandlungsfehler: Ex-Fußballer soll 200 000 Euro bekommen

HAMM (dpa). Wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers und anschließender Berufsunfähigkeit soll ein heute 33-jähriger ehemaliger Jugendfußballer 200 000 Euro Schadenersatz erhalten.

Auf diesen Vergleich auf Widerruf hätten sich der Mann und die Stadt Bielefeld geeinigt, sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm am Donnerstag auf Anfrage. Der Sportinvalide hatte 3,8 Millionen Euro als Entschädigung für entgangene Einnahmen als Bundesligafußballer verlangt.

Kurz vor einem Profivertrag hatte er 1993 als 18-Jähriger bei einem A-Jugendspiel von Arminia Bielefeld einen Kreuzbandriss erlitten. Durch einen "groben Behandlungsfehler" im Krankenhaus blieb das Knie teils steif, die Karriere war zu Ende. Der OLG-Sprecher sagte, die Parteien hätten nun eine Frist, um den Vergleich endgültig anzunehmen.

Az.: 3 U 48/08

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