Ärzte Zeitung online, 03.03.2009

Bundessozialgericht: Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung rechtens

KASSEL (dpa). Die gesetzlichen Krankenkassen müssen für künstliche Befruchtungen bei verheirateten Frauen nur bis zum Alter von 40 Jahren zahlen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel vom Dienstag hervor.

Die zeitliche Beschränkung ist nicht grundgesetzwidrig. In seinem Urteil wies der 1. Senat darauf hin, dass die künstliche Befruchtung nicht zum Kernbereich der Krankenversicherung gehöre. Damit verwarf er die Revision einer 1964 geborenen Klägerin .

Sie hatte im April 2005 eine Übernahme der Kosten für die künstliche Befruchtung beantragt, weil ihr Ehemann steril ist. Sie hielt die Altersgrenze von 40 Jahren bei der Frau für verfassungswidrig. Auch die zuvor angerufenen Gerichte hatten geurteilt, diese Grenze stehe mit dem Grundgesetz in Einklang.

AZ: B 1 KR 12/08 R

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »