Ärzte Zeitung online, 19.03.2009

Karlsruhe lehnt vollen Kostenersatz bei künstlicher Befruchtung ab

KARLSRUHE (dpa). Verheiratete haben weiterhin keinen Anspruch auf eine volle Übernahme der Kosten für eine künstliche Befruchtung durch die Krankenkasse. Die seit Anfang 2004 geltende Begrenzung des Kassenzuschusses auf 50 Prozent ist mit dem Grundgesetz vereinbar, hat das Bundesverfassungsgericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschieden.

Das Karlsruher Gericht nahm die Verfassungsbeschwerde eines Ehepaars nicht zur Entscheidung an. Die Kläger, die wegen einer medizinisch nicht geklärten Sterilität eine künstliche Befruchtung geplant hatten, forderten von ihrer gesetzlichen Kasse die gesamten Kosten der Behandlung.

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