Ärzte Zeitung online, 23.03.2009

Betreiber von Fitnessstudios haften für Schäden

Coburg (dpa). Das Landgericht Coburg hat einem Fitnesssportler Schmerzensgeld zugesprochen, der in einem Sportstudio durch ein defektes Gerät erheblich verletzt worden war.

Der Mann war von einer Metallstange am Kopf getroffen worden, als an dem Sportgerät ein Stahlseil riss. Seine Hörfähigkeit ist den Angaben zufolge seitdem dauerhaft eingeschränkt, er leidet an Ohrgeräuschen und Schwindel.

Das Landgericht verurteilte den Betreiber dazu, dem Mann 4000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen und ihm auch künftige Schäden zu ersetzen. Bei ausreichender Kontrolle wäre zu erkennen gewesen, dass das Seil schadhaft war, entschieden die Richter.

Der Betreiber des Studios sei dazu verpflichtet, die Geräte in kurzen Abständen fachkundig zu überprüfen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Urteil. Vernachlässige er die nötigen Kontrollen, so hafte er für Schäden. Das Urteil ist rechtskräftig.

Az.: 23 O 249/06

Topics
Schlagworte
Recht (11957)
Panorama (30509)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »