Ärzte Zeitung online, 17.03.2009

BGH: Verkäufer kann für Sanierung von Asbesthaus haftbar sein

KARLSRUHE (dpa). Wer ein asbestbelastetes Haus verkauft und dabei den gefährlichen Baustoff verschweigt, kann vom Käufer für die Sanierung haftbar gemacht werden. Das folgt aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Freitag.

Danach kann die Verwendung des gesundheitsschädlichen Materials in einer Außenfassade auch dann als Sachmangel einzustufen sein, wenn es zur Zeit des Hausbaus durchaus gebräuchlich war. Damit gab das Karlsruher Gericht einem Hauskäufer vorerst Recht, der vor drei Jahren ein 1980 errichtetes Fertighaus gekauft hatte. Die Fassade enthielt Asbestzementplatten - was der Verkäufer wusste, aber trotz Nachfrage des Käufers verschwiegen hatte. Das Oberlandesgericht Celle muss den Fall nun erneut prüfen.

Topics
Schlagworte
Recht (11864)
Panorama (30361)
Organisationen
BGH (907)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »