Ärzte Zeitung, 02.04.2009

Ehemaliger Chefarzt kämpft um Approbation

MÜNCHEN (sto). Der Münchner Diabetologe Professor Eberhard Standl, langjähriger Chefarzt am Schwabinger Krankenhaus, und anerkannter Experte für Diabetes, muss um seine Approbation kämpfen.

Die Regierung von Oberbayern hatte Standls Approbation widerrufen, nachdem der Arzt rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 39 600 Euro wegen Untreue verurteilt worden war. Außerdem musste Standl 275 000 Euro an eine karitative Einrichtung zahlen. Am Mittwoch hat das Verwaltungsgericht München nun eine Klage Standls gegen den Entzug der Approbation abgewiesen, eine Berufung jedoch zugelassen.

Hintergrund für die Entscheidung der Regierung von Oberbayern war ein Strafverfahren gegen Standl, in dem es unter anderem um die private Verwendung von Sponsorengeldern aus der Pharmaindustrie ging. Der Strafbefehl sei seinerzeit mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt worden, um eine öffentliche Verhandlung zu vermeiden, verlautete von Seiten der Verteidigung Standls.

Für die Regierung von Oberbayern war der Fall Zeitungsberichten zufolge zunächst öffentlich unbemerkt geblieben. Als sie davon erfahren habe, sei dies Grund genug gewesen, die Approbation zu widerrufen, weil sich der Arzt als "unwürdig" verhalten habe, hieß es.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »