Ärzte Zeitung online, 19.05.2009

Apotheken mit "DocMorris"-Logo müssen nicht schließen

SAARBRÜCKEN/STUTTGART (dpa). Mehr als 150 Apotheken in ganz Deutschland tragen das grüne Logo der Firma DocMorris. Schließen muss nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum sogenannten Fremdbesitzverbot aber keine davon. Im Gegenteil: Das Unternehmen will sein Geschäft mit Partnerapotheken weiter ausbauen.

Die Richter des EuGH bestätigten mit ihrem Spruch zwar, dass es keine Apotheken- Ketten geben darf. Die DocMorris-Apotheken sind aber wirtschaftlich und pharmazeutisch unabhängig und verstoßen somit nicht gegen das im deutschen Recht festgelegte Fremdbesitzverbot.

Die jeweiligen Apotheken-Inhaber haben lediglich Partnerschaften mit DocMorris geschlossen und können so von günstigeren Konditionen der Versandapotheke profitieren. Dazu gibt es Unterstützung etwa beim Marketing. Das Schicksal der einzigen wirklichen Filiale von DocMorris, einer Apotheke in Saarbrücken, ist indes offen. DocMorris will zunächst ein ausstehendes Urteil des Verwaltungsgerichts in Saarbrücken abwarten.

Lesen Sie dazu auch:
EuGH: Apothekenketten bleiben in Deutschland verboten

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »