Ärzte Zeitung online, 19.05.2009

Saarland enttäuscht nach Apotheken-Urteil

SAARBRÜCKEN (dpa). Das Saarland hat enttäuscht auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) reagiert, nach dem Apothekenketten in Deutschland weiter verboten bleiben.

Die Richter seien leider nicht der Rechtsauffassung der CDU-Landesregierung gefolgt, die 2006 dem niederländischen Unternehmen DocMorris die Erlaubnis zum Betrieb einer Apotheke erteilt hatte, sagte Gesundheitsstaatssekretär Wolfgang Schild am Dienstag in Saarbrücken einer Mitteilung zufolge.

"Die Entscheidung des EuGH hat nicht nur uns, sondern auch die Mehrzahl der deutschen Europarechtler überrascht: Das Fremdbesitzverbot widerspricht der tagtäglichen Erfahrung der Deutschen", sagte Schild. Mit angestellten Apothekern zu arbeiten "hat der Gesundheit der Deutschen erkennbar nicht geschadet". Gleichwohl werde das Land die Entscheidung akzeptieren. Der Spruch habe immerhin Klarheit gebracht.

Lesen Sie dazu auch:
EuGH: Apothekenketten bleiben in Deutschland verboten

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