Ärzte Zeitung online, 03.06.2009

Belastungsstörung als Berufskrankheit bei Entwicklungshelfern

STUTTGART(dpa). Entwicklungshelfer, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung erkranken, können dies als Berufskrankheit anerkennen lassen. Dies teilte das Landessozialgericht Stuttgart am Dienstag mit. Im vorliegenden Fall war ein Versicherter bei seiner Tätigkeit mit Erschießungen, Gewalt, Tod, Vergewaltigung und Krieg konfrontiert.

Dies habe mehrfache Traumatisierungen hervorgerufen. Gestützt auf Studien entschied der 6. Senat, Entwicklungshelfer seien in höherem Maß als die durchschnittliche Bevölkerung dem Erkrankungsrisiko ausgesetzt. Die Revision wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen.

Az.: L 6 U 845/06

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