Ärzte Zeitung online, 04.06.2009

HNO-Ärztin zu Recht wegen Schlamperei verurteilt

RAVENSBURG(dpa). Weil sie Spritzen in ihrer Praxis mehrfach benutzte und medizinische Geräte nicht richtig säuberte, darf eine HNO-Ärztin aus Bad Saulgau (Baden-Württemberg) ihren Beruf drei Jahre lang nicht ausüben. Zu Recht, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) nun und lehnte damit die Revision der Medizinerin ab.

Das teilte das Landgericht Ravensburg am Donnerstag mit. Die Ärztin war am 16. Dezember 2008 in Ravensburg zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einem Berufsverbot verurteilt worden. Der Richterspruch ist nach der BGH-Entscheidung rechtskräftig.

Der Fall der HNO-Ärztin hatte in Oberschwaben für große Aufregung gesorgt, weil sich 1800 Patienten aus ihrer Praxis auf HIV und Hepatitis testen lassen mussten. Schwere Infektionen waren aber nicht festzustellen. Nach Ansicht des Gerichtes verstieß die Ärztin gegen das Arzneimittelgesetz, zudem habe sich die Frau der Körperverletzung schuldig gemacht.

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