Ärzte Zeitung online, 12.06.2009

Füße auf Fahrradlenker - auch 14-Jähriger haftet

FRANKFURT/MAIN (dpa). Mit beiden Füßen auf dem Lenker seines Fahrrades ist ein 14-Jähriger auf die falsche Straßenseite gerollt und mit einem Auto zusammengestoßen - danach wollte der Junge von dem Fahrer Schadensersatz und Schmerzensgeld. Er war der Meinung, der Autofahrer habe den Unfall zumindest mitverursacht. Außerdem sei er zu jung, um die Gefahr richtig einzuschätzen.

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt folgte der Argumentation nicht und wies die Klage des leichtsinnigen Radlers ab. Auch von einem Minderjährigen in diesem Alter kann nach dem in der Fachzeitschrift "OLG-Report" veröffentlichten Richterspruch grundsätzlich ein verkehrsgerechtes Verhalten erwartet werden. Das Verhalten des Klägers sei so grob verkehrswidrig und riskant gewesen, dass er voll haften müsse. Den Einwand fehlender Einsichtsfähigkeit ließen die Richter ebenfalls nicht gelten.

Az.: 14 U 149/07

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