Ärzte Zeitung online, 10.07.2009

Fluggäste müssen nicht im Ausland klagen

LUXEMBURG (dpa). Fluggäste, die wegen eines ausgefallenen Fluges Anspruch auf eine Entschädigung haben, müssen dafür nicht im Heimatland der Fluggesellschaft klagen. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg entschieden. Er gab damit einem Münchner Recht, der von der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic einen Ausgleich von 250 Euro verlangte: Die Gesellschaft hatte einen Flug nach Vilnius kurzfristig gestrichen.

Das Amtsgericht in Erding hatte sich für zuständig erklärt und der Klage des Münchners Recht gegeben. Dagegen hatte Air Baltic Einspruch erhoben und argumentiert, Gerichtsstand müsse der Geschäftssitz der Fluggesellschaft sein. Der Streit gelangte dann über den Bundesgerichtshof zu den EU-Richtern. Diese entschieden nun, die Klage könne sowohl am Abflugs- als auch am Zielort erhoben werden. Beide Orte wiesen eine "hinreichende Nähe zum Sachverhalt des Rechtsstreits" auf. Der betroffene Fluggast könne sich zwischen diesen beiden Orten entscheiden.

Rechtssache C-204/08

Topics
Schlagworte
Recht (11717)
Panorama (30149)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »