Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

Ermittlungen nach Salmonellen-Skandal in Klinikum eingestellt

FULDA (dpa). Der Salmonellen-Skandal am Klinikum Fulda im Sommer 2007 hat keine strafrechtlichen Konsequenzen. Bei der Salmonellen-Epidemie hatten sich knapp 250 Mitarbeiter und Patienten sowie fast 50 Angestellte und Bewohner eines Altenheims infiziert.

25 Patienten des Klinikums, die zuvor an einer Darmerkrankung litten, starben nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Klinikum oder nach ihrer Entlassung und (Wieder-) Aufnahme in einem anderen Krankenhaus. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Fulda gegen den ehemaligen Küchen-Leiter des Klinikums sowie Verantwortliche des Krankenhauses sei eingestellt worden, teilte die Behörde am Dienstag mit. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung habe sich nicht bestätigt.

Den bei den Ermittlungen Beschuldigten habe man nicht nachweisen können, dass sie sorgfaltswidrig gehandelt hätten oder dass ihr Handeln zum Ausbruch der Salmonellen-Infektion geführt habe. Obduktionen hätten gezeigt, dass kein Zusammenhang zwischen den Infektionen und dem späteren Tod hergestellt werden könne. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz wurden die Ermittlungen an das zuständige Kreisgesundheitsamt abgegeben.

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