Ärzte Zeitung online, 25.08.2009

Beim Liebesspiel mit Fleischermesser zugestochen

ESSEN (dpa). Beim Liebesspiel soll ein 37-jähriger Altenpfleger aus Gelsenkirchen seinem 22 Jahre alten Partner ein Fleischermesser ins Herz gerammt haben. Beim Prozess vor dem Essener Schwurgericht am Montag schwieg der Angeklagte zu den Anschuldigungen.

Nach Erkenntnissen der Polizei kannte der Mann das Opfer schon länger. Der junge Dortmunder soll den 37-Jährigen regelmäßig besucht haben. In der Tatnacht sollte der Angeklagte den 22-Jährigen fesseln und dann mit der stumpfen Seite eines Fleischermessers über dessen Körper streichen. Dabei soll er nach Angaben der Staatsanwaltschaft ohne Vorwarnung zugestochen haben.

Der Fall war einen Tag nach der Tat bekannt geworden. Nachbarn hatten bemerkt, wie der 37-Jährige versuchte, die in einen Teppich gerollte Leiche durch das Treppenhaus zu ziehen. Dabei soll der Kopf des Opfers praktisch auf jeder Stufe aufgeschlagen sein. Der Angeklagte gab an, sich an die Tat nicht erinnern zu können. Er habe an dem Abend sechs bis acht Flaschen Wein plus Bier und Wodka getrunken. Der Polizei hatte er zuvor jedoch gesagt, er hätte plötzlich das Verlangen gehabt, "einen Menschen sterben zu sehen."

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