Ärzte Zeitung, 01.09.2009

Eingeschränkte Prüfung für Physiotherapeuten

LEIPZIG (mwo). Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat Heilpraktikern die Spezialisierung erleichtert. Nach einem jetzt verkündeten Urteil kann ein Physiotherapeut eine auf seinen Bereich beschränkte Heilpraktikererlaubnis bekommen. Hierfür muss er sich dann auch nur einer eingeschränkten Kenntnisprüfung unterziehen.

Ein ausgebildeter Physiotherapeut aus Bayern wollte seinen Beruf ausüben, ohne die Kenntnisprüfung abzulegen. Die Behörden verweigerten dies: Eine Heilpraktikererlaubnis setze die Prüfung voraus, die auch nur einheitlich und uneingeschränkt abgelegt werden könne.

Das BVerwG vertrat nun eine Zwischenposition: Die nach dem Heilpraktikergesetz zum Schutz der Patienten vorgeschriebene Prüfung könne zwar nicht ganz entfallen. Vor dem Hintergrund des Grundrechts auf Berufsfreiheit könne dem Physiotherapeuten aber auch nicht eine umfassende Kenntnisüberprüfung abverlangt werden. Weil das Berufsbild des Physiotherapeuten auf die Krankenbehandlung nach ärztlicher Verordnung ausgerichtet sei, reichten Kenntnisse in seinem Fachbereich aus.

Az.: 3 C 19.08

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »