Ärzte Zeitung online, 04.09.2009

Anklage: Angeblicher Frauenarzt missbraucht Kinder

NÜRNBERG (dpa). Er soll sich als Frauenarzt ausgegeben und mindestens zwei Mädchen sexuell missbraucht haben. Deshalb muss sich ein 59 Jahre alter Mann seit Freitag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten.

Die Anklage wirft ihm unter anderem vor, sich in seiner Wohnung an zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren vergangen zu haben. Den beiden soll er erzählt haben, 30 Semester Medizin studiert zu haben. Andere Jugendliche hatten die Taten mit ihren Handys gefilmt. Der Mann selbst soll pornografische Fotos verbreitet haben. Im Dezember 2008 wurde er verhaftet, seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Anklage geht davon aus, dass der 59-Jährige die Kinder und Jugendlichen mit Alkohol in seine Wohnung gelockt hat. Anschließend sei es zu den sexuellen Übergriffen gekommen. Außerdem habe er die Opfer angestiftet, auch untereinander sexuelle Handlungen vorzunehmen. Der Nürnberger soll ihnen anschließend gedroht haben, sie umbringen zu lassen, sollten sie jemandem davon erzählen.

Ans Licht gekommen waren die Vorgänge, nachdem Nachbarn den 59-Jährigen wegen Ruhestörung angezeigt hatten. Beim Eintreffen der Beamten in der Wohnung soll ein Mädchen stark alkoholisiert gewesen sein, ein anderes brach wenig später betrunken auf der Wache zusammen, erläuterte eine Polizistin vor Gericht.

Wie aus zuverlässigen Kreisen verlautete, soll der 59-Jährige mehrfach unter anderem wegen Sexualstraftaten vorbestraft sein und bereits mehrere Jahre in Sicherungsverwahrung verbracht haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »