Ärzte Zeitung online, 11.09.2009

Nächste Instanz im Streit um eingefrorene Eizellen

NEUBRANDENBURG (dpa). Der Streit zwischen einer Witwe und einer Klinik in Neubrandenburg um die Herausgabe eingefrorener Eizellen geht in die nächste Instanz. "Wir haben Berufung gegen das Urteil des Landgerichtes Neubrandenburg eingelegt", sagte die Anwältin der Frau, Silke Mettner, am Freitag.

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Foto: Matthias Haas ©www.fotolia.de

Die Klägerin will nach dem Unfalltod ihres Mannes im Juli 2008 ein Kind von ihm austragen (wie berichtet). Das Paar hatte kurz vor dem Unfall Eizellen und Sperma einfrieren lassen. Die 28-jährige Frau wollte sich die Eizellen herausgeben und in Polen einsetzen lassen. Die Klinik lehnte dies ab.

Laut Gesetz ist es in Deutschland verboten, Eizellen mit dem Samen von Verstorbenen zu befruchten. Das Landgericht Neubrandenburg hatte die Klage abgewiesen. Nach Ansicht der Richter hatte die Befruchtung der Zellen zwar bereits begonnen, war aber durch das Einfrieren unterbrochen worden. Nun müsse das Oberlandesgericht Rostock erneut über den Kinderwunsch der Frau befinden, sagte Mettner.

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