Ärzte Zeitung online, 02.10.2009

Arzt kämpft nach sexuellem Missbrauch um Zulassung

STUTTGART (dpa). Nach dem sexuellen Missbrauch mehrerer Patientinnen kämpft ein baden-württembergischer Arzt um seine Zulassung. Das Landesgesundheitsamt hatte dem Psychotherapeuten im Januar die Approbation wegen "unwürdiger Berufsausübung" entzogen, weil er Frauen unter Hypnose und bei Entspannungs- und Atemübungen unter der Kleidung an die Brüste gefasst hatte.

Dagegen klagt der 62-Jährige. Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart sagte der Mann am Donnerstag, er habe die Taten im damaligen Prozess nur wegen der Aussicht auf eine Bewährungsstrafe gestanden.

Der Richter deutete an, dass die Klage des Therapeuten auf erneute Zulassung wenig Aussicht auf Erfolg habe. Der Zivilprozess werde wahrscheinlich keine neuen Erkenntnisse bringen. Der Mann habe das frühere Urteil akzeptiert und keine Rechtsmittel eingelegt.

Der Arzt war zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung wegen sieben Missbrauchsfällen in den Jahren 2003 bis 2008 verurteilt worden. Das Urteil werde schriftlich verkündet, hieß es nach der mündlichen Verhandlung.

http://bit.ly/psychotherapeut

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »