Ärzte Zeitung online, 28.10.2009

Doktortitel gegen Geld - Anklagen stehen bevor

KÖLN (dpa). Im Skandal um gekaufte Doktortitel müssen sich demnächst mehrere Hochschullehrer vor Gericht verantworten. Wie die dpa am Mittwoch aus Justizkreisen erfuhr, stehen erste Anklagen bevor. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit noch gegen bundesweit rund 90 Hochschullehrer.

Sie sollen ungeeigneten Kandidaten den Zugang zum Doktortitel ermöglicht haben. Im Gegenzug sollen sie Bestechungsgelder von einem Institut in Bergisch Gladbach erhalten haben.

Der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Günther Feld, wollte sich zu den bevorstehenden Anklageerhebungen nicht äußern. Bisher hätten etwa zehn Beschuldigte einer Einstellung ihrer Ermittlungsverfahren gegen Zahlung von Geldauflagen zugestimmt, sagte er. Außerdem sei ein Strafbefehl erlassen worden. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte einen großen Schaden für die Wissenschaft prognostiziert, falls sich der Verdacht der Kölner Ermittler bestätigen sollte.

Lesen Sie dazu auch:
Gekaufte Doktor-Titel: Die Hälfte ging an Ärzte
Vermittlung von Doktortiteln: Staatsanwaltschaft schaltet sich ein

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »