Ärzte Zeitung, 04.11.2009

Prozess gegen Bach: Klinikpersonal im Zeugenstand

HANNOVER (cben). Der Prozess gegen die Hannoveraner Internistin Mechthild Bach ist am Montag und Dienstag vor dem Landgericht Hannover mit dem dritten und vierten Verhandlungstag fortgesetzt worden. "Am Montag wurde das Klinikpersonal vernommen", sagte Mathhias Kannengießer vom Landgericht am Dienstag zur "Ärzte Zeitung", während die Verhandlung lief, "heute könnte bereits das Gutachten des Rechtsmediziners Hans Dieter Tröger vorgetragen werden.".

Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft der 59-Jährigen vor, sie habe 13 ihrer schwer kranken Patienten getötet. Bach soll ihnen in den Belegbetten der Paracelsus-Klinik in Hannover-Langenhagen zu hohe Dosen an Valium und Morphium verabreicht haben. Das erste Verfahren war ohne Urteil geplatzt, weil für den erkrankten Richter kein Ersatz vorhanden war. Schon im ersten Verfahren zeichnete sich ein Streit der Gutachter ab. So hatten Gutachten des Schmerzmediziner Michael Zenz dazu geführt, dass die Anklage um fünf weitere Totschlagvorwürfe erweitert wurde.

[04.11.2009, 18:40:44]
Dieter Döring 
Prozess gegen Bach
Unglaublich, dass die Kollenschaft der Kollegin nicht den Rücken stärkt.
Für mich war ihr tun nur ein Akt der Barmherzigkeit.
Immer kann es passieren, dass ein Krebspatient nach einer Morphinspritze stirbt. Aber das kann doch nicht mit Mord oder Tötung gleichgesetz werden.
Nach diesen Prozeß werden noch mehr Krebspatienten qualvoll sterben, weil die Kolleginnen und Kollegen Morphium noch restriktiver einsetzen werden. zum Beitrag »

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