Ärzte Zeitung online, 20.11.2009

EU: Flüssigkeitsverbot im Handgepäck bleibt

BRÜSSEL (dpa). Das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck in Europa dürfte verlängert werden. Vertreter der EU-Staaten und der Europäischen Kommission kamen am Donnerstag in Brüssel zu Beratungen über einen entsprechenden Kommissionsvorschlag zusammen.

Eine Entscheidung des EU-Luftsicherheitsausschusses müsste dann noch von den europäischen Fachministern sowie vom Europaparlament angenommen werden, was aber als Formalie gilt.

Die EU-Kommission hat ursprünglich vorgeschlagen, das Verbot bis 2014 zu verlängern. Hintergrund war die Annahme, dass bis dahin Kontrolltechniken zum Erkennen von Flüssigsprengstoff verfügbar sind. Deutschland und andere Länder hatten sich gegen ein festes Datum gesperrt.

Der Vorschlag ist jetzt offensichtlich leicht geändert worden. Details wurden zunächst nicht bekannt. Kommt im Luftsicherheitsausschuss keine Mehrheit gegen den Kommissionsvorschlag zustande, gilt er als angenommen. Aus Berlin wurde ein Vertreter des zuständigen Innenministeriums erwartet.

Das Verbot sollte zunächst im April 2010 auslaufen. Die EU hatte die Mitnahme von Flüssigkeiten im Jahr 2006 massiv eingeschränkt, nachdem die britische Polizei am Londoner Flughafen Heathrow Terroranschläge auf US-Flugzeuge vereitelt hatte.

Seit 2006 dürfen Passagiere in der Regel maximal 100 Milliliter pro Packung oder Gefäß an Bord mitführen. Außerdem darf die Gesamtmenge der Flüssigkeiten einen Liter nicht überschreiten und muss in einem durchsichtigen und wiederverschließbaren Beutel verstaut sein. Babynahrung und Medikamente sind in der Regel von dem Verbot ausgenommen.

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