Ärzte Zeitung online, 14.12.2009

Arztpraxen wegen Verdachts auf gefälschte ärztliche Atteste durchsucht

WUPPERTAL (dpa). Ein leitender Beamter der Wuppertaler Ausländerbehörde soll gemeinsam mit einem Gemüsehändler Einwanderern gefälschte Dokumente beschafft haben. Der Abteilungsleiter für Zuwanderung und Integration soll seit September 2008 in etwa 90 Fällen Ausländern bei der Legalisierung ihres Aufenthalts geholfen haben. Das Duo soll gegen Geld Scheinehen vermittelt, Erwerbstätigkeit vorgetäuscht und gefälschte ärztliche Atteste besorgt haben.

Der Beamte sitze nun wegen Korruptionsverdachts in Untersuchungshaft, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Auch der Gemüsehändler wurde in Haft genommen.

Die Polizei griff am Samstag zu, nachdem der Beamte wie jede Woche bei dem als "Onkel Mehmet" bekannten türkischstämmigen Händler gewesen war. Zugleich durchsuchten die Beamten der Einsatzkommission "Gemüse" insgesamt 18 Objekte - darunter zwei Arztpraxen in Solingen und Wuppertal sowie in Zusammenhang mit möglichen Scheinehen Wohnungen in Heilbronn, Goslar und Köln. "Onkel Mehmet" soll zwischen 6000 und 13 000 Euro pro Fall kassiert und einen Teil an den Beamten weitergereicht haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Diabetes-Risiken sind alarmierend häufig

Mehr als 21.000 Passanten in Einkaufszentren haben in den vergangenen zehn Jahren bei der Aktion "Gesünder unter 7" ihr Diabetes-Risiko abklären lassen. Die Ergebnisse sind dramatisch. mehr »

"Man schafft viel"

Anja Junker ist "Ärztin ohne Grenzen": Vier Einsätze in Afrika und Südamerika hat die 43-Jährige für die Organisation absolviert. Manche brachten sie an die Grenze der Erschöpfung. mehr »

Lösung für Hygienemuffel

Ärzte in Kliniken sind anscheinend oft größere Hygienemuffel als ihre Patienten. Denn sie desinfizieren sich seltener die Hände – gerade in sensiblen Bereichen. mehr »