Ärzte Zeitung online, 17.12.2009

Ermittlungen gegen Krankenschwester eingestellt

GARDELEGEN/STENDAL (dpa). Die Staatsanwaltschaft Stendal (Sachsen-Anhalt) hat Ermittlungen gegen eine Krankenschwester wegen ungeklärter Todesfälle im Klinikum Gardelegen eingestellt.

Es gebe keine Beweise für ein Fremdverschulden am Tod mehrerer Patienten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Einzelheiten wollte die Behörde im Tagesverlauf bekannt geben. Gegen die Krankenschwester war wegen Anfangsverdachts auf Totschlag ermittelt worden.

Die Frau war in das Visier der Ermittler geraten, weil es auf der Intensivstation der Klinik eine Zunahme von Todesfällen gegeben hatte. In vielen dieser Fälle war die Frau im Dienst. Sie hatte die Vorwürfe bestritten.

Ein Gutachter hatte nach der Prüfung von 67 Krankenakten empfohlen, 15 Todesfälle genauer zu untersuchen. Weil einige dieser Leichen eingeäschert wurden, fiel die Zahl der Exhumierungen geringer aus.

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