Ärzte Zeitung, 22.01.2010

Haftstrafe? Kein Anspruch auf Krankentagegeld

zur Großdarstellung klicken

© Orlando Florin Rosu / fotolia.com

KÖLN (frk). Muss ein Selbstständiger eine Strafe im geschlossenen Vollzug verbüßen, endet seine Krankentagegeldversicherung auch dann, wenn er bereits vor Antritt der Haft arbeitsunfähig war. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden.

Die Klägerin, eine selbstständige Tierheilpraktikerin, wurde 2005 zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Kurz vor Haftantritt wurde die Frau krank. Ihr privater Krankenversicherer weigerte sich, Krankentagegeld zu zahlen. Bei ihrer Klage vor dem Landgericht gegen die Gesellschaft unterlag die Frau.

Auch mit der Beschwerde beim OLG hatte sie keinen Erfolg. Die Krankentagegeld-Versicherung ende, wenn der Selbstständige aus Gründen, die außerhalb einer Erkrankung liegen, an der Wiederaufnahme seiner Tätigkeit und regelmäßigen Einkünften gehindert ist, so die Richter. Das sei bei einer Inhaftierung der Fall.

Az.: 20 W 26/09

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »