Ärzte Zeitung, 03.02.2010

Falschberatung: Verjährungsfrist läuft aus

NEU-ISENBURG (lu). Anleger, die aufgrund einer Falschberatung im Jahr 2007 finanzielle Verluste erlitten haben, sollten ihre Ansprüche jetzt geltend machen. Sonst droht deren Verjährung. Darauf hat Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen hingewiesen.

Denn die dreijährige Verjährungsfrist für Schadenersatzforderungen läuft ab dem Kaufdatum des Wertpapiers. Die für Anleger günstigere Regelung, nach der die Dreijahresfrist erst beginnt, wenn der Verbraucher vom Schaden Kenntnis erlangt hat, gelte erst für Falschberatungen ab dem 5. August 2009.

Um die Verjährung zu hemmen, müssen Anleger mit der Bank über die Schadenersatzleistung verhandeln. Reagiert die Bank nicht, könnten Anleger beim zuständigen Ombudsmann ein Verfahren einleiten. Außerdem bleibe der Klageweg, der laut Heyer sinnvoll ist, wenn Falschberatung sicher nachgewiesen werden kann - etwa durch ein Beratungsprotokoll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »