Ärzte Zeitung online, 10.03.2010

Noch längst nicht alle Vorratsdaten gelöscht

BERLIN (dpa). Mehr als eine Woche nach dem Urteil zur Vorratsdatenspeicherung haben die meisten Telekommunikations-Anbieter noch längst nicht alle Daten gelöscht.

Der Branchenprimus Deutsche Telekom ist bis voraussichtlich Anfang kommender Woche damit beschäftigt, den Datenwust von 19 Terabyte zu vernichten, wie ein Konzernsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Menge entspreche 4,85 Milliarden Seiten Text im DIN-A4-Format.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 2. März die Massen-Speicherung von Telefon- und Internetdaten für unzulässig erklärt und die Unternehmen aufgefordert, die Daten von Millionen Bürgern "unverzüglich zu löschen".

Der Telekom-Konkurrent Vodafone vermeldete bereits Vollzug. Die Daten seien bis zum vergangenen Freitag komplett und unwiederbringlich gelöscht worden, teilte das Unternehmen mit. Der Mobilfunk- und Festnetzbetreiber habe unmittelbar nach der Entscheidung aus Karlsruhe alle Auskünfte eingestellt und mit dem Löschen der Daten begonnen.

Eine noch größere Datenmenge als die Telekom muss der Internet- Dienstleister United Internet ("1&1", "GMX" und "Web.de") nach eigenen Angaben vernichten. Es sei damit begonnen worden, die 25 Terabyte "unmittelbar zu löschen", sagte ein Sprecher des Unternehmens aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur. Er rechne damit, dass der Vorgang in einigen Tagen abgeschlossen sein werde.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »