Ärzte Zeitung online, 11.03.2010

Tödliche Therapie - Berliner Arzt vor Gericht

BERLIN (dpa). Nach einer Gruppentherapie mit tödlichem Ausgang für zwei Patienten hat am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen einen Arzt begonnen. Dem 51-jährigen Fachmediziner für Psychotherapie werden Körperverletzung mit Todesfolge und versuchter Mord vorgeworfen.

Bei einer Sitzung mit zwölf Männern und Frauen im September 2009 hatte der Angeklagte Cocktails mit illegalen Drogen verabreicht. Der Mediziner soll die Patienten nicht auf die Risiken der bewusstseinsverändernden Psycho-Drogen aufgeklärt haben. Ein 59- jähriger Mann starb noch in der Berliner Praxis, ein 28-Jähriger später in einer Klinik.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Keine Psychotherapie, sondern fatale Séancen in paramedizinischer Maskerade

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »