Ärzte Zeitung online, 12.03.2010

Urteil gegen Chirurg Broelsch erwartet

ESSEN (dpa). Das Essener Landgericht will am heutigen Freitag das Urteil gegen den Transplantations-Chirurgen Professor Christoph Broelsch sprechen. Dem früheren Chefarzt des Essener Universitätsklinikums und Leibarzt des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau werden Nötigung, Bestechlichkeit, Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Unter anderem soll er todkranke Patienten gedrängt haben, Spenden an das Uniklinikum zu leisten. Dann würden sie eher und von ihm selbst behandelt. Die Staatsanwaltschaft hat vier Jahre Haft beantragt. Die Verteidigung hält nur einige Fälle der Steuerhinterziehung für erwiesen und daher maximal eine Geldstrafe für angemessen.

Lesen Sie dazu auch:
Broelsch: "Vorwürfe bewegen sich auf dem Niveau von Karl-May-Geschichten"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »