Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung online, 17.03.2010

Hoffnung für Leihmutter-Zwillinge in Indien

NEU DELHI (dpa). Im Rechtsstreit um die von einer indischen Leihmutter zur Welt gebrachten Zwillinge eines deutschen Ehepaars zeichnet sich eine Lösung ab.

Wie die Nachrichtenagentur PTI am Mittwoch berichtete, forderte das Oberste Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi die zentrale Adoptionsbehörde des Landes dazu auf, innerhalb von vier Wochen "alle Möglichkeiten zu prüfen", um der aus Bayern stammenden Familie zu helfen. Gleichzeitig machten die Richter klar, es sich bei ihrer Entscheidung um eine "einmalige Aktion aus humanitären Gründen" handele.

Die Zwillinge des deutschen Ehepaars waren im Februar 2008 von einer indischen Leihmutter geboren worden. Die deutschen Behörden verweigerten den Kindern Reisepässe, da Leihmutterschaften nach deutschem Recht verboten sind. Die Behörden in Indien, wo Leihmutterschaft legal ist, stellten ebenfalls keine Reisedokumente aus, da sie die Zwillinge aufgrund der deutschen Eltern als Bundesbürger ansehen. Da die Kinder offiziell keine indischen Staatsbürger sind, war bislang auch eine Adoption ausgeschlossen.

Lesen Sie dazu auch:
Deutsche Familie in Indien kämpft um ihre Kinder

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »