Ärzte Zeitung online, 17.03.2010

Hoffnung für Leihmutter-Zwillinge in Indien

NEU DELHI (dpa). Im Rechtsstreit um die von einer indischen Leihmutter zur Welt gebrachten Zwillinge eines deutschen Ehepaars zeichnet sich eine Lösung ab.

Wie die Nachrichtenagentur PTI am Mittwoch berichtete, forderte das Oberste Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi die zentrale Adoptionsbehörde des Landes dazu auf, innerhalb von vier Wochen "alle Möglichkeiten zu prüfen", um der aus Bayern stammenden Familie zu helfen. Gleichzeitig machten die Richter klar, es sich bei ihrer Entscheidung um eine "einmalige Aktion aus humanitären Gründen" handele.

Die Zwillinge des deutschen Ehepaars waren im Februar 2008 von einer indischen Leihmutter geboren worden. Die deutschen Behörden verweigerten den Kindern Reisepässe, da Leihmutterschaften nach deutschem Recht verboten sind. Die Behörden in Indien, wo Leihmutterschaft legal ist, stellten ebenfalls keine Reisedokumente aus, da sie die Zwillinge aufgrund der deutschen Eltern als Bundesbürger ansehen. Da die Kinder offiziell keine indischen Staatsbürger sind, war bislang auch eine Adoption ausgeschlossen.

Lesen Sie dazu auch:
Deutsche Familie in Indien kämpft um ihre Kinder

Topics
Schlagworte
Recht (11957)
Panorama (30512)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »